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Zirkonia ist die Bezeichnung für einen künstlich hergestellten Edelstein aus Zirconiumoxyd.

Der Zirkonia wird vorwiegend als preisgünstige Diamantimitation für Schmuck verwendet.

Cubic Zirkonia (Fianit), auch als CZ abgekürzt, wurde von den deutschen Mineralogen Mark Freiherr von Stackelberg und Karl Chudoba erstmals um 1937 in natürlichem Zirkon entdeckt. Im Lebedew-Institiut der Akademie der Wissenschaften der UdSSR (Abkürzung ФИАН, lateinschriftlich FIAN, daher der Name Fianit) wurde Anfang der 1970er Jahre der Wert von künstlichem kubischem Zirkonia entdeckt und dieser wenig später erstmals synthetisiert. Er entwickelte sich Aufgrund seiner Härte von 8–8,5 auf der Mohs-Skala und eines fortgeschrittenen Produktionsprozesses zu einem hochqualitativen, kostengünstigen Schmuckstein und ist heutzutage in der Schmuckindustrie sehr weit verbreitet.

Ein Zirkonia von einem Carat Gewicht kostet im Vergleich zu einem gleich großen Brillanten guter Qualität nur einen minimalen Bruchteil. (1€  zu 12.000.-€, Stand Oktober 2018). Auch Fachleute können gute Zirkonia Steine mit bloßem Auge nicht von echten Diamanten unterscheiden. Erst durch spezielle Messgeräte, die die Wärmeleitfähigkeit des Steines prüfen, kann eine eindeutige Aussage getroffen werden. Im Gegensatz zur sehr guten Wärmeleitfähigkeit des Diamanten ist der Zirkonia ein sehr schlechter Wärmeleiter.

Das natürliche Mineral Zirkon, eine Verbindung aus Zirconium, Silicium und Sauerstoff, wird in seiner transparenten Form ebenfalls oft als Schmuckstein verwendet, was manchmal zu Verwechslungen mit dem künstlichen Zirkonia führt.

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